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Architketur der Ertrusker

Das rätselhafte Volk der Etrusker in Mittelitalien bestimmte vom 7. bis zum 2. Jahrhundert vor Christus die Kultur in Italien, bevor es mehr uns mehr in der Herrschaftsbereich des dominierenden Stadtstaates Rom einging, das den Etruskern in vieler Hinsicht nahe stand. Leider sind nur wenige Reste der etruskischen Kultur erhalten, die auf Grund der Vermischung durch römische oder griechische Einflüsse oft nur schwer von diesen zu unterscheiden sind. Vor allem die monumentalen Reste etruskischer Mauern und Tore zeugen noch heute in mehreren Städten des ehemaligen 12-Städte-Bundes von den wehrhaften Städten, die sich wie Cortona oder Perugia, Orivieto oder Volterra hoch oben auf Hügeln befanden. Besonders das Stadttor von Perugia oder Volterra vermitteln noch einen urtümlichen Eindruck, obwohl auch diese in römischer und späterer Zeit umgewandelt wurden.

Von den zahlreichen Heiligtümern und Tempel der Etrusker finden sich nur wenige Reste. Dies liegt auch daran, dass viele Kultstätten nur aus einem Opferaltar in einem umhegten Kultbereich im Freien bestanden, wie sie auch später noch vor den Tempeln abgehalten wurden. Der Opferaltar von Pieve Socana im hinteren Arnotal kann dies heute noch zeigen. Die ersten etruskischen Tempel entstanden wohl unter griechischem Einfluss und waren auf einem mächtigen Podium aus Stein mit zahlreichen Holzsäulen getragene Dächer, die weit überladend den geschlossenen Kultbereich im hinteren Teil abdeckten. Wie auch für römische Tempel kennzeichnend war die Tempelanlage zur Seite und Rückseite durch geschlossene Mauern abgegrenzt und präsentierte sich nur zur Schauseite mit 4 oder 6 Säulen direkt hinter dem Opferaltar. Reste zweier Tempel hat man auf der Akropolis in Volterra ausgegraben.  Hier ist das Podium aus mächtigen Steinquadern teilweise noch gut zu erkennen. Die Bauart dieser Tempel erinnert sehr an den Tempel des Jupiter Optimus auf dem Kapitol in Rom, der ebenfalls ein mächtiges Podium besaß, und ebenfalls aus Holzsäulen und einem stark überladendem Dach bestand, wie es in einem Modell im kapitolinischen Museum in Rom zu besichtigen ist. Ein späterer Tempel aus Stein (noch auf Münzen oder einer Abbildung einer Opferszene mit Marc Aurel zu erkennen) wurde dem ursprünglichen Tempel nachempfunden und zeigt noch die typischen drei Zellen des Heiligtums, wie wir sie immer wieder bei etruskischen Tempeln wiederfinden können.

Quellen und Infos: