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Frühchristliche Baptisterien

Aix-en Provence

Baptisterium aus dem 4. Jh.

Albenga

Baptisterium 5. Jh.

Fréjus

Baptisterium 5. Jh.

Kourion (Zypern)

spätantikes Taufbecken der Kathedrale

Mailand (Milano)

Baptisterium von San Lorenzo 4./5. Jh.

Neapel (Napoli)

Baptisterium San Giovanni in Fonte 4. Jh.

Ravenna

Battistero Neoniano 4./5. Jh.

Rom

Baptisterium San Giovanni in Laterano 5. Jh.

Mittelalterliche Baptisterien

Cremona

Baptisterium 12. Jh.

Florenz (Firenze)

Baptisterium San Giovanni 11. Jh.

Pisa

Baptisterium 12./13. Jh.

Pistoia

Baptisterium San Giovanni in Corte 14. Jh.

Parma

Baptisterium San Giovanni 12./13. Jh.

Ventimiglia

Baptisterium Kathedrale 11. Jh.

Baptisterium

Taufkirchen in der Geschichte

Ein Baptisterium ist eine Taufkapelle, die meist neben oder am Rand einer Kirche steht. Da die Kirchen nur getauften Christen vorbehalten war, wurde in einer Kapelle außerhalb der Kirche getauft, meist neben großen Bischofskirchen. In der Regel galt in der frühen christlichen Kirche die Erwachsenentaufe durch komplettes Untertauchen in laufendem Wasser. Der Täufling bestieg ganz nackt das Taufbecken, das er über ein paar Stufen betrat und getauft auf der anderen Seite wieder verlies.
Oft waren Baptisterien achteckig oder rund. Die achteckige Form wird meistens symbolisch verstanden: das Achteck steht für den Neuanfang durch die Auferstehung, dem achten Tag als Auferstehungstag Jesu nach dem Sabbat. Außerdem vermittelt das Achteck, das über das Quadrat als Symbol der Materie und dem Kreis als Symbold des Geistes steht zwischen beiden. Himmel und Erde kommen somit in diesem Gebäude durch die Taufe zusammen. Die runde Form findet sich ebenfalls beim römischen Mausoleum oder der Rotunde über dem Grab Jesu in Jerusalem. In der Tauf stirb ja der alte Mensch in diesem Grab der Taufe und erwacht als neuer Mensch in der Auferstehung.
In späterer Zeit verschwindet der Brauch der Erwachsenentaufe, die Baptisterien verlieren an Bedutung. Getauft werden jetzt vor allem Kinder in der Pfarrkirche durch Übergießen von Wasser in einem kleineren Becken aus Stein, das sich in jeder Kirche findet.

Infos: de.wikipedia.org/wiki/Baptisterium oder www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/magazin/kleineskirchenlexikon/article/44802.html