Rom
Roma caput mundi
Aosta
Augusta Praetoria Salassorum
Arles
Arelate (Provence)
Augsburg
Augusta Vindelicum
Augst
Augusta Raurica
Barcelona
Barcino
Ercolano
Herculaneum
Glanum
Köln
Colonia Claudia Ara Agrippiniensum
Ladenburg
Lopodunum
Lucca
Luca
Luni
Luna
Mailand
Mediolanum
Mainz
Mogontiacum
Nîmes
Colonia Augusta Nemausus
Orange
Arausio
Ostia
Ostia antica
Paris
Lutetia Parisiorum
Pollentia
Pompeji
Pompeii
Pozzuoli
Puteoli
Reims
Durocortorum
Saragossa
Colonia Caesar Augusta
Taragona
Tarraco
Trier
Augusta Treverorum
Turin
Augusta Taurinorum
Verona
Verona
Vienne
Vienna
Die römische Stadt
Civitas
Viele Städte im Mittelmeerraum existierten schon lange bevor die Römer kamen und gehen zum Beispiel auf eine griechische Gründung (polis) zurück und tragen ihr eigenes Gepräge. Auch in den später eroberten keltischen Gebieten gab es gewachsene ältere Städte, die oft aus einer befestigten Burg hervorgingen, von den Römern oppidum genannt und von den Kelten donum genannt (z.B. Lon-don, Lug-Dunum = Lyon, Kambo-Dunum = Kempten usw.)
An vielen anderen Orten gründeten die Römer in den von ihnen eroberten Gebieten neue Städte nach immer dem gleichen Muster. Grundlage dafür war das römische Militärlager mit einem rechteckigen Grundriß mit vier Toren an jeder Seite und den zwei Hauptstraßen, die das Rechteck vierteilten. Dabei verlief der Cardo in nord-südlicher Richtung, der Decumanus in ost-westlicher. Das Stadtzentrum lag an ihrer Kreuzung mit dem rechteckigen Platz des Forums. Alle anderen Straßen orientierten sich dabei an diesem Muster und bildeten die römische Stadt im Quadratrastertyp. Alle Gebäude wie Wohnhäuser, Thermen, Mietshäuser, Theater füllten diese Quadrate aus, auch als Inseln (insula) bezeichnet.
Die einfachste rechtliche Form war das Stadtrecht, das eine civitas besaß. Als colonia werden Städte bezeichnet, die das römische Bürgerrecht erhielten. Und municipia waren Städte, deren Oberschicht privilegiert war (vgl. Wikipedia).
Oft gingen römische Städte aus Ansiedlungen neben einem Kastell (castrum) hervor, das als vicus bezeichnet wurde und wuchsen mit der Zeit weit über ein kleines Dorf hinaus.
Der Aufbau und das Erscheinungsbild der römischen Stadt erscheint dehalb relativ einheitlich. Forum, Thermen, Theater und Stadttore, Tempel und Basiliken (Kauf- und Gerichtshallen) wurden stets nach dem selben Muster erbaut und finden sich auch in weit entfernten Provinzstädten wie in Germanien oder Britannien.