Agrigent und das Tal der Tempel
Heiligtum der chtonischen Gottheiten - Agrigent
Tempel des Olympischen Zeus (Olympeion) - Agrigent
Dioskuren-Tempel - Agrigent
Herakles-Tempel - Agrigent
Agrigent (Agrigento)
Tal der Tempel
Das sogenannte Tal der Tempel in der südsizilianischen Stadt Agrigento gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der griechischen Kultur. Allein zwölf Tempel werden in Agrigento bei Wikipedia beschrieben. Sieben davon stehen in einer Linie auf einem Bergkamm am Rande der griechischen Metropole, die sich im Tal befand unter der Akropolis (dem heutigen Agrigento auf dem Berg) befinden. So gesehen ist die Bezeichnung ‘Tal’ der Tempel nicht ganz korrekt, da es sich eher um einen Bergkamm handelte und von Archäologen eher als ‘Hügel der Tempel’ bezeichnet wird. Die zum Teil sehr gut erhaltenen griechischen Tempel wurden ab der Zeit der Gründung der Stadt im Jahre 582 v. Chr. bis hin in die römische Zeit errichtet. Der Concordia-Tempel gehört zu den am besten erhaltenen Tempel der griechischen Antike. Deshalb gehört die Stätte auch zum UNESCO-Weltkulturerbe.
de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologische_St%C3%A4tten_von_Agrigent
Das Tal der Tempel
Am niedrigsten Punkt des Tals der Tempel befindet sich das Heiligtum der Chtonischen Götter. Dies ist wohl der älteste Teil des sakralen Bezirks von Akragas, einem sogenannten Temenos, einem umgrenzten heiligen Bereich. Hier verehrten die Griechen ihre Götter schon vor den Tempeln und wahrscheinlich auch schon die Sikaner vor ihnen. Zu diesem Bereich gehören auch der Dioskurentempel und ein weiterer gleich großer Tempel (Tempel L).
In der Mitte des Bereiches befindet sich ein Altar für die Erdgottheiten, der Muttergöttin Demeter und ihrer Tochter Persephone mit einem runden Eingußloch für die Opfergaben an die Unterwelt oder das Blut der Opfertiere.
Der Tempel der Dioskuren stammt aus der Mitte des 5. Jh. v. Chr. Er ist ein dorischer Peripteros mit 6 x 13 Säulen und 13,86 x 31,70 m. Eine Ecke des Tempels wurde im 19. Jh. wieder aufgerichtet.
Das sogenannte Olympeion (Tempel des olympischen Zeus) wurde um 480 v. Chr. errichtet als dorischer Umgangstempel (Pseudoperistase - also mit vorgeblendeten Halbsäulen, deren Zwischenräume durch eine Mauer gefüllt waren. Mächtige Telamone (muskulöse Heldenfiguren) trugen das Gebälk des Tempels. Eine dieser Figuren wurde in neuerer Zeit wieder aus Einzelteilen zusammengefügt. 7 x 14 Säulen (56,30 x 112,60 m)
Der Herakles-Tempelwurde um 500 v. Chr. erbaut und ist ein dorischer Umgangstempel (Peripteros) mit 6 x 15 Säulen, wovon 8 Säulen wieder aufgerichtet wurden. (25,34 x 67 m)
Der schönste Tempel des Tals ist der Concordia-Tempel erbaut um 440 v. Chr. Der beruht auf einer römischen Inschrift beim Tempel. Es ist nicht bekannt welcher Gottheit er geweiht wurde. Sein guter Erhaltungszustand beruht auf der Tatsache, dass er ab 597 n. Chr. als christliche Kirche genutzt wurde und wie die Kathedrale von Syrakusa vermauert wurde. Ursprünglich glänzte der Tempel mit einem weißen Stuck-Anstrich, das Giebelfeld war bunt bemalt und das Dach war mit Ziegeln aus Marmor gedeckt. (Peripteros mit 6 x 13 Säulen und 16,92 x 39,44 m)
Der Tempel der Hera befindet sich weit oben auf dem Bergkamm und wurde 460 - 450 v. Chr. erbaut und ähnelt dem Condordiatempel. Die Zuordnung zur Göttin Hera ist wohl ein Irrtum. Er ist ein dorischer Peripteros mit 6 x 13 Säulen (16,9 x 38,15 m). Die Säulen und der Architrav der Nordseite wurden im 18. Jh. wieder aufgerichtet. Vor der Ostseite des Tempels befindet sich ein großer Altar mit 29,3 x 10 Metern.