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Schlösser im Barock

Eine Vielzahl prächtiger Schlösser prägen das Zeitalter des Barocks und sind damit Ausdruck des absolutistischen Strebens der adligen Herrscher ihrer Zeit. Nach den schrecklichen Jahren des Dreißigjähreigen Krieges beginnt ab 1650 eine rege Bautätigkeit an den Höfen Europas. Die Fürstenhäuser präsentieren sich mit Kunst und Prunk, mit übergroßen Schlossanlagen und kaum vorstellbarem Reichtum. Wehrhafte Schlösser und Burgen haben ausgedient und werden teilweise auch für die neuen Bauvorhaben abgerissen. Mauern und Tore sind militärisch auch nicht mehr von Nutzen. Wenn dann schützen Festungsanlagen das Schloss (Mannheim, Würzburg). Das Ideal ist das italienische Landhaus mit einem wohl gestalteten Garten. Bald braucht man Platz für den ganzen Hofstaat. Kapelle und Theater, Marstall und Staatskanlei, Reitschule und Orangerie gesellen sich dazu. Der Traum vom Luxus ruiniert die Staatskassen und der Barock bildet den Ausdruck für dieses Vorhaben. Ganze Horden von Künstler und Architekten stehen im Dienst der Fürsten, zieren Decken und Treppenhäuser, Zimmerleute, Schreiner und Stukateure entfalten ihre handwerlichen Künste um immer raffiniertere Dekorationen zu erschaffen. Das Schloss ist das Spiegelbild der Zeit - und niemand ahnt das bevorstehende Ende der absolutistischen Herrschaft im Zeitalter kurz vor der französichen Revolution.