Tempel des Apollon Delphi
Schatzhaus von Athen - Delphi
Das Heiligtum der Athena Pronoia
Delphi
Der Heilige Bezirk des Apollon und das Orakel
Das Apollon-Heiligtum von Delphi gehört zu den alten Kultorten des antiken Griechenlands. Ab dem 8. Jh. v. Chr. wird dort Apollon verehrt, der Gott des Lichtes und der Weisheit. Besondere Berühmtheit erlangte das Orakel von Delphi. Neben dem großen Apollon-Tempel im Zentrum des Heiligtums gehören dazu auch die Schatzhäuser mit den Weihegaben der griechischen Städte, ein großes Theater und ein Stadion für die Pythischen Spiele, die neben denen von Olympia die bedeutendsten in Griechenland waren. Die heute sichtbaren Reste vermitteln einen immer noch beeindruckenden Blick zurück in eine mythische Zeit.
Das Heiligtum von Delphi
Der große Tempel des Apollon war das bedeutendste Baudenkmal des heiligen Bezirks von Delphi. Der zwischen 252 und 505 v. Chr erbaute dorische Peripteros besaß 6 x 15 Säulen und hatte eine Größe von 21,70 x 58,20 Metern. Von den 38 Säulen wurden nach den Ausgrabungen wieder sechs Säulen an der Frontseite wieder aufgerichtet. Der Tempel war der Sitz des Orakles.
"Im Adyton, dem Allerheiligsten des Tempels, saß die Pythia auf einem Dreifuß über einer Erdspalte, aus der ethylenhaltige Gase austraten. Die Dämpfe versetzten die Pythia in einen Trancezustand, in dem sie die Orakelsprüche des Gottes verkündete, welche dann von Priestern den ratsuchenden Gläubigen übermittelt wurden. " Wikipedia
Als eines der gut 30 Schatzhäusern blieb das Schatzhaus von Athen erhalten. Es ähnelt einem kleinen Tempel mit einer Vorhalle und zwei dorischen Säulen und einem Figurenfries. Es wurde dem Stil nach zwischen 510 bis 480 v. Chr. erbaut und hatte eine Größe von 6,62 x 9,69 m. Es diente wie allen weiteren Schatzhäuser der Aufbewahrung der Weihegeschenke für das Heiligtum und befand sich an der Heiligen Straße hinauf zum Apollontempel. Das heutige Schatzhaus ist eine Rekonstruktion aus den vorgefundenen Bausteinen mit ca. 2/3 der originalen Bauteile aus den Jahren 1903-1906.
Das Heiligtum der Athena Pronoia (= vor dem Tempel) befindet sich 500 m unterhalb des Apollon-Heiligtums an einer heiligen Quelle (Die Kastalische Quelle). Von den Gebäuden ist zunächst der Athenatempel zu erwähnen (ein dorischer Peripteros mit 6 x 12 Säulen und 13,25 x 27,46), der 1905 durch einen Felssturz zerstört wurde.
Beachtenswert ist jedoch der kleine Rundtempel der 380 v. Chr. von Theodoros von Phokia entworfen wurde und zu seiner Zeit einmlaig war. Er besaß 13,50 m Durchmesser und eine Peristase von 20 dorischen Säulen. Der Tholos von Delphi begründete eine ganze Reihe von Rundbauten dieser Art an besonderen Heiligtümern, wie in Epidaurus, Olymp oder später auch in Rom.