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Das Asklepios-Heiligtum

Epidaurus

Weniger bekannt als das berühmte Theater von Epidaurus ist das eigentliche Heiligtum im Bereich der Ausgrabungen vor dem Theater. Hier befand sich in der Antike eines der bedeutenden Heilstätten der antiken Welt. Unter der Wirksamkeit des Gottes Asklepios wurden hier unzählige Menschen geheilt. Funde im archäologischen Museum vor Ort zeigen, dass die Heilikunst nicht allein auf die suggestive Wirkung des Tempelschlafs im Abaton oder der Begegnung mit der großartigen Statue des Gottes im Asklepios-Tempel beruhte, sondern auch im Heilwissen und den medizinischen Fähigkeiten der Priester, die gleichzeitig auch Ärzte waren. Das große Hospiz mit vier Innenhöfen und einzelnen Zimmern für die Betreuung der Kranken  zeigen einen durchaus gehobenen Standard der medizinischen Betreuung, zu der ein Kurbetrieb mit Bädern, kultischen Spielen (Stadion) und die Darbietung von Schaupiel (Theater) und Gesang (Odeon) gehörten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Epidauros

 

Kultbauten des Heiligtums

Der Tempel des Asklepion in Epidaurus steht im Zentrum des heiligen Bezirkes zusammen mit dem Tholos und dem Abatos (s.u.). und fällt für seine Bedeutung überraschend klein aus (23 x 11 m). Um 400-390 v. Chr errichtet als dorischer Peripteros (6x11 Säulen). Vom Tempel ist nur die Basis erhalten. Reste der oberen Teile des Tempels finden sich heute im Museum vor Ort. Der Tempel selbst war Ziel von Pilgern aus der ganzen bekannten damaligen Welt, die zum Heilgott nach Epidarus kamen. Pausanias beschreibt sowohl das Standbild des Heilgottes, das aus Gold und Elfenbein gefertigt war wie die Statue von Zeus in Olympia, wie die Präsentation der geheiligten Schlangen von gelblicher Färbung. (vgl. engl. Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Epidauros

https://en.wikipedia.org/wiki/Sanctuary_of_Asclepius,_Epidaurus

 

Das dominierende Gebäude an der Seite des Asklepios-Tempels war das sogenannte Abaton. Seine Anfänge reichen bis in das 6. Jh. v. Chr zurück und ist damit das älteste Gebäude des heiligen Bezirks. Es diente dem Heilschlaf der kranken Pilger (Tempelschlaf), die hier darauf warteten, dass der Gott ihnen begegnete und sie hier heilte. Die Stoa-artige Halle wurde teilweise rekonstruiert, ebenso die eigentliche balkengestützte Halle darunter. Antike Berichte erzählen von der wunderwirkenden suggestiven Heilkraft an diesem Ort verbunden mit dem Heilwissen der Priesterschaft und dem Glauben an die Wirksamkeit der Heilkräfte des Gottes Asklesios.

Der Tholos von Epidaurus (auch Thymele genannt) war ein Aufsehen erregendes Gebäude als Rundtempel mit 26 dorischen Säulen im äußeren und 14 korinthischen marmornen Säulen im inneren Ring. Zwischen 365 und 335 v. Chr. errichtet durch Polykleites stellt es ein frühes Beispiel dieses Bautypus dar,  dessen Funktion bis heute nicht ganz geklärt ist. Unklar ist vor allem die Bedeutung eines Labyrinths im Untergeschoss des Tempels, das früher als ein Aufbewahrungsort für die Schlangen des Heilkultes gehalten wurde, heute jedoch eher als Kultort des Asklepios. Das Labyrinth stelle sozusagen das unterirdische Reich des Gottes mit chthonischen Elementen (Erdgottheiten) dar. Dazu passe dann auch die Schlangensymbolik des Gottes (Wikipedia). Momentan wird der Tholos, der nur in seiner Basis erhalten war, wieder restauriert.

de.wikipedia.org/wiki/Epidauros