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Mailand

Spätantiker Palast des Kaisers Maximian

Der Kaiserpalast von Mailand (Mediolanum) findet sich heute nur noch in Resten der Grundmauern unter der Millionenstadt. In der Via Brisa innerhalb der Mauern der mittelalterlichen Stadt fanden sich jedoch beim Abbruch von baufälligen Gebäuden erstaunlich gut erhaltene Reste, die eine Vorstellung davon bieten können, wie der Palast vor 1.600 Jahren einmal aussah. Eine erste Spur finden wir in der nahe gelegenen barocken Kirche San Giorgio al Palazzo, die im Namen schon auf die Nähe zum Palast hinweist, der einst hier stand.

Errichtet wurde der Palast zunächst von Kaiser Maximian (296-305 n. Chr.), der als Doppelkaiser neben Diokletian im Westen des Reiches herrschte. Die Rolle als Kaiserpalast behielt die Anlage bis ins Jahr 402 n. Chr. als Theoderich die Hauptstadt nach Ravenna verlegte und verfiel nach der Eroberung Mailands durch die Langobarden.

Mit einer Grundfläche von nahezu 80.000 qm nahm der Palast ein ganzes Stadtviertel in Anspruch. Wie bei anderen römischen Palastvierteln (Rom, Konstantinopel) lag der Palast auch in Mailand direkt neben dem Circus und erlaubte dem Kaiser direkten Zugang zum Hippodrom.

Das Gebäude in der Via Brisa, dessen imposante Grundmauern von 2160 qm von außen gut eingesehen werden können, war wohl ein repräsentativer Bau am nördlichen Ende des Palastes und stellt ein Zentralbau mit drei Konchen dar, ähnlich der frühchristlichen Kirchen wie San Lorenzo in Mailand. Das Gebäude lag an einem Platz direkt neben den Arkaden des Circus und gegenüber dem Theater, getrennt durch eine der Hauptstraßen, die durch die Porta Vercellina direkt aus der Stadt nach Westen führten.

Infos:
https://it.wikipedia.org/wiki/Palazzo_imperiale_romano_di_Milano
https://blog.urbanfile.org/2019/04/04/milano-mediolanum-il-circo-il-palazzo-imperiale-e-il-teatro-romano/

http://milanoarcheologia.beniculturali.it/?page_id=4354