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Der Limes

Obergermanischer und Rätischer Limes

Der Limes gehört zu den bemerkenswertesten Leistungen des römischen Reiches. Im Versuch seine riesigen Grenzen vor feindlichen Nachbarvölker zu beschützen errichteten die Römer eine gut organisierte typisierte Verteidungs- und Überwachungsstruktur bestehend aus Wällen, Pallisaden oder Mauern, Kastellen und dazwischen liegenden Kleinkastellen bis hin zu kastellartigen größeren Heereslagern, die sich oft zu größeren Städten entwickelten (die drei großen Legionen lagerten in Straßburg (Argentorate), Mainz (Mogontiacum) und Regensburg (Castra Regina).


Im Bereich von Süddeutschland errichteten die Römer nach der Überschreitung des Rheines zunächst den Neckar-Odenwald-Limes der den Main mit dem Neckar verband und sich am Neckar entlang bis nach Süden bei Rottweil zog (aus trajanischer und domitianischer Zeit). Mit der Vorverlegung des Limes auf den Postenweg im Hinterland im Jahre 162/63 wurden die Kastelle am Neckar-Odenwald-Limes zum Teil aufgegeben und neue Kastelle errichtet entlang einer 81 Kilometer langen geraden Linie von Osterburken bis Welzheim (Obergermanischer Limes). Diese macht dann bei Lorch einen scharfen Knick und geht über in den rätischen Limes, der dann bei Kehlheim kurz vor Regensburg in den Donaulimes übergeht.Nur hundert Jahre später (260 bis 285) wurde diese vorgeschobene Linie wieder aufgegeben und die Römer zogen sich auf die wesentlich besser zu kontrollierendenatürliche Grenze an Rhein und Donau zurück.

Infos: 
de.wikipedia.org/wiki/Limes_(R%C3%B6misches_Reich)
de.wikipedia.org/wiki/Neckar-Odenwald-Limes
de.wikipedia.org/wiki/Obergermanisch-Raetischer_Limes