Reichenau - Oberzell
St. Georg
Reichenau - Mittelzell
Münster Maria und Markus
Reichenau - Niederzell
St. Peter und Paul
Klosterinsel Reichenau
Die Insel der Mönche im Bodensee
Im Jahre 724 erreichte Pirmin mit 40 Gefährten den Untersee und traf auf den dortigen Fürsten Sintlas, der ihn zum Bleiben überredete. Dieser bot ihm einen Ort für eine Kapelle an und Pirmin wählte dafür die Insel Reichenau, die der Burg Sandeck auf der heute gegenüber liegenden Seite in der Schweiz liegt (der Burg des Fürsten). Die Insel war damals völlig bewaldet und Wildnis und eignete sich für die Besiedlung durch Mönche wie wir sie auch an anderen Orten in Europa finden (vgl. die Klosterinseln im Chiemsee und andere). Die Mönche verwandelten die Reichenau jedenfalls in einen fruchtbaren Ort, der bis heute für seine Gärten, den Obts- und Gemüseanbau im bevorzugten Klima der Insel im See bekannt ist.
Dabei genoss die Klostergemeinschaft die Unterstützung der karolingischen Hausmeier. Karl der Große war 780 selbst erstmals Gast auf der Insel, andere Karolinger sind dort sogar bestattet. Die Bedeutung der Reichenau für das Frühmittelalter kann nicht hoch genug angesehen werden. Bis ins Hochmittelalter hinein, hatte das Kloster und seine Tradition eine große Strahlkraft.