Die geheimnisvolle Krypta von Unterregenbach
Unterregenbach
Krypta
Im Jahre 1880 stießen Arbeiter bei Arbeiten im Pfarrhaus des kleinen Ortes Unterregenbach im Jagsttal bei Langenburg (Hohenlohe) auf eine verschüttete Krypta im Keller des Pfarrhauses. Die Entdeckung glich damals einer Sensation und die geheimnisvolle Krypta aus dem frühen Mittelalter übt bis heute eine bemerkenswerte Faszination aus.
Und bis heute ist noch immer nicht genau bestimmt, wann diese Krypta gebaut wurde und zu welchem Zweck die darüber liegende Kirche diente. Dies liegt vor allem daran, dass die Geschichte des Ortes im Dunkeln liegt und schriftliche Dokumente für diesen Kirchenbau fehlen.
Nach der gängigen Vorstellung handelt es sich bei der Krypta um Teile einer dreischiffige Säulenbasilika mit Krypta von überregionaler Bedeutung. Die Vermutung, dass es sich um eine Klosterkirche handelte lässt sich nicht erhärten, da einerseits alle schriftlichen Belege dazu fehlen und andererseits keine Spuren von Klostergebäuden nachzuweisen sind. Es mag sich um eine Stifts- oder Wallfahrtskirche aus dem Umkreis des schwäbischen Herzogshauses und der Kaiserin Gisela handeln, die Teile des Ortes an das Hochstift Würzburg verschenkte. Die heutige Datierung geht als Bauzeit von den Jahren 980-1020 aus und ist damit jünger als vermutet aber keineswegs gesichert.