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San Clemente

Vom MIthraeum zur Titularkirche

San Giovanni in Lateran

Das antike Zentrum des christlichen Roms

Santa Maria Maggiore

Hauptkirche und spirituelles Zentrum

Santa Maria in Cosmedin

Seit Jahrhunderten fast unverändert

Santa Maria in Trastevere

San Paolo fuori le mura

Titularkirche für den Apostel Paulus

San Pietro in Vaticano

Die alte Peterskirche im Vatikan

Santa Prassede

und ihre Mosaiken

Santa Sabina

Ursprüngliche Titularkirche

Plan von San Lorenzo Maggiore in Mailand

Grundrisse

Frühchristliche Kirchen

Die alten Kirchen in Rom

In keiner Stadt der Welt ist man dem Leben der frühen Christenheit so nahe wie in Rom. Die seit zweittausend Jahren gepflegte Tradition der Verehrung hat die Gedenkstätten bis heute bewahrt und zum Teil noch original erhalten. Zwar wurden viele Kirchen mit den Jahrhunderten erneuert oder dem Stil der Zeit angepasst (im Falle von St. Peter sind die alten Spuren fast ganz verschwunden), jedoch sind viele sehr schöne Beispiele der frühen christlichen Verehrungsorte erhalten geblieben.

Die einstige Weltstadt Rom, Zentrum des Imperiums, kannte und kennt unzählige Kirchen. Allein bei den sogenannten Titularkirchen (also einem bestimmten Heiligen oder Heiligtum zugeordneten Hauptkirchen) zählt die Liste in Wikipedia 183 Kirchen. Viele Kirchen Roms entstanden schon zur Kaiserzeit als Haus- oder Saalkirchen, die Privathäusern zugehörig waren. Dazu gehören z.B. die Kirche im Lateran, die auf die römische Patrizierfamilie Plautii Laterani zurückgeht, deren Grundstück schon in der Neronischen Verfolgung im Jahre 65 konfisziert wurde; oder die Heilige Sarapia, die als Sklavin zusammen mit ihrer Herrin Sabina unter Hadrian (117-138) das Martyrium erlitten und auf dem Aventin bestattet wurden, wo sich nun die Titularkirche befindet. Ein Fußbodenmosaik unter dem Kircheneingang könnte auf die frühere Hauskirche hinweisen (domus ecclesiae) (was nicht genau gesichert ist). Spätestens nach dem Toleranzedikt wurden viele eingezogne Güter der verfolgten christlichen Familien restituiert und dienten bald als Ort der Verfolgten in einer zu dieser Zeit erbuaten Kirche. Ähnlich wie bei den Katakomben fand man sich hier dem Martyrium, dem Zeugnis der ersten Christen ganz nahe, denen bis heute eine besondere Kraft zugeschrieben wird. 

Dem Bauschema nach ähneln die frühen christlichen Kirchen der Basilika, einem gewöhnlichen Gebäudetyp mit einer länglichen Säulenhalle mit einer Fenstereihe im oberen Teil im Mittelschiff und einem oder meheren Seitenschiffen. Dieser simple Bautyp, wie er auch noch auf dem Forum Romanum oder in Pompei besichtigt werden kann diente vornehmlich als Markthalle, im besonderen aber auch als Gerichts- oder Audienzhalle. Die zentrale Apsis an der Stirnseite war dabei der Ort des Geschehens, dem von der Halle aus beigewohnt werden konnte. Ähnlich dem Gefolge einerś Hoftstaates versammelten sich im Christentum neben dem Priester auch die Ältesten  in diesem als Presbyterium bezeichneten Ort (Presbyter = Ältester). Der Altar der Kirche befand sich dabei auch über der Grabstätte der verehrten Heiligen, über dem manchmal ein Baldachin errichtet wurde. Im Kirchenraum selbst finden sich neben einem Leuchter auch eine Abschränkung, die als Schola bezeichnet wird. Ähnlich wie in der jüdischen Synagoge wurden hier die Hymnen vorgetragen und von einem Lesepult (Ambo) aus die Lesungen vorgenommen. Diese sind  in San Clemente oder Santa Maria in Cosmedian noch sehr schön erhalten.

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