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Zum Stachel

Würzburg Gressengasse 1

Eines der ältesten noch erhaltenen Anwesen der Stadt Würzburg ist der berühnmte Weinhof 'zum Stachel'. In seiner Bausubstanz stammt er aus der Stauferzeit. Das romanische Doppeltor an der Frontseite um 1200 zeugt davon. Das Anwesen erscheint 1310 erstmals als Gressenhof in den Urkunden. Die würzburger Ministerialenfamilie Cresse führte hier ihre profitablen Geschäfte, die sich von hier (dem hinteren Gressenhof) auf das ganze Viertel erstreckte (Gressenviertel). Gehandelt wurde hier auch mit Wein, der auch hier ausgeschenkt wurde. So wurde der Stachel schon früh zur Weinstube mit langer Tradition. Den Namen 'Stachel' bekam der Gressenhof durch den Besuch der auftständischen Kräfte unter Götz von Berlichingen, Florian Geyer und Tilman Riemenschneider, die sich im Stachel trafen und die Pläne für den Bauernkrieg schmiedeten. Als besonderes Zeichen ihrer Entschlossenheit hängten sie einen Morgenstern aus dem Fenster (Stachel) und wurden dafür nach der Niederlage schwer bestraft. Im 17. Jahrhundert wird der Hof von der Familie Hahn im Stil der Renaissance umgebaut. 1675 erbauen sie dort den stimmungsvollen Innenhof. Dem Ruhm des Stachels konnte auch der Zweite Weltkrieg nichts anhaben. Nach schweren Beschädigungen wurde der Stachel wieder aufgebaut und lockt auch noch heute viele Besucher in seine Pforten.

wuerzburgwiki.de/wiki/Weinhaus_zum_Stachel