Genua (Genova)
Ein Labyrinth von Gassen und Hochhäuser des Mittelalters - Altstadt von Genua (1)
2. Prachtpalazzo der Familie Spinola
Das Wohnzimmer der Dorias - Palazzi um die Piazza San Matteo (3)
1. Palazzi in der historischen Altstadt
Genova, Ligurien
Die historische Altstadt von Genua ist eine der größten Altstädte Europas mit einer Fülle von historischen Gebäude, die die Jahrhunderte überdauert haben aber leider oft in sehr schlechtem Zustand sind. Trotz der Bedeutung, die die Seerepublik Genua in der Geschichte hatte, lässt sich die Qualität der Bausubstanz nicht mit Venedig vergleichen. In den engen, fast orientalisch anmutenden Gassen kann man sich leicht verirren. In den Straßenschluchten spielt sich bis heute das Leben der Hafenstadt ab. Geschäft reiht sich an Geschäft, die Straßen sind oft nicht breiter als ein Pferdewagen, die Gassen manchmal kaum einen Meter breit. Die Pracht der ehemaligen Großmacht des Mittelalters erkennt man erst wenn man nach oben schaut: vier-, fünf- , sechs- oder noch mehrstöckige Gebäude bestimmen das Bild. Zum Teil sind die gotischen bi-, tri- oder poliforen Fenster noch erhalten, oft sind sie vermauert oder durch barocke Fenster ersetzt worden. Die Hochhäuser des Mittelaters sind meist aus Backstein gebaut, mit einer Hausteinbasis in der ersten und zweiten Etage. Viele Geschäftshäuser der Handelsmacht Genua besaßen eine Verkaufsloggia an der Straße mit prächtigen Bogen, verzierten Kapitellen und figürlichem Schmuck. Immer wieder finden sich über den Portalen Relieffe mit biblischen oder mytologischen Szenen. Innen waren die Gebäude reich bemalt. Manchmal gelingt noch der Blick in die Eingangshalle. Und man spürt die Macht und den Reichtum dieser Stadt in seiner besten Zeit.
2. Palazzo Spinola
Genova, Piazza Fontane Marose 6
Einer der schönsten und sehr gut erhaltenen Paläste Genuas ist das Stadthaus des Giacoma Spinola das 1445-1459 errichtet wurde. Der Palazzo im schwar-weißen Marmor besitzt eine sehr schöne Fenster-Zone im zweiten Geschoss mit vier poliforen Fenstergruppen und fünf Nischen mit Figuren neben den Fenstern, die berühmte Familienmitgliedre darstellen (sie stammen von Domenico Gargini).
(Die Fenster sind allerdings eine Rekonstruktion des 20. Jahrhunderts).
Palazzi Doria
Genova, PIazza San Matteo
Die Piazza San Matteo ist einer der ältesten und geschlossensten Plätze des alten Genua. Um den kleinen rechteckigen Platz gruppieren sich die Palazzi der Familie Doria mit ihrer Privatkapelle San Matteo. In ihrer einheitlichen Gestaltung schaffen sie eine harmonische Platzanlage fast privaten Charakters. Die Wände in schwarz-weißem Marmor gehalten, unten umlaufende offene Loggien, oben Bi- oder Triforienfenster und alle aus der Zeit des späten 13. bis Mitte des 15. Jahrhunderts.
a. Kirche San Matteo, 1125 gestiftete Hauskirche der Doria, 1278 gotisch umgebaute romanische Kirche mit den schwarz-weißen Marmorstreifen an die Paläste angepasst (mit schönem Kreuzgang von 1309).
b. Palazzo Branca Doria (links neben San Matteo, vico Falamonica 1) um 1278 erbaut zur selben Zeit wie San Matteo, Durchgang zum Kreuzgang von San Matteo.
(https://it.wikipedia.org/wiki/Palazzo_Branca_Doria)
c. Palazzo Domenicaccio Doria mit drei Arkaden einer ursprünglichen Loggia mit einer Veranda mit drei spitzbogigen Fenstern darüber
d. Palazzo Doria Quartara (Ehemals Giorgio Doria) (Nr. 14) mit einem Portal von Giovanni Gagini von 1457.
barock verbaut mit hohen Barockfenstern und Putz, einige FResken darunter wurden freigelegt.
Der Palast stammt aus dem 15. Jh.
(https://it.wikipedia.org/wiki/Palazzo_Giorgio_Doria)
e. Palazzo Lamba Doria (Nr. 15) gegenüber der Kirche mit einer Loggia mit vier Arkaden und profilierten Fenstergesimsen aus der Barockzeit (17. Jh.) in den Spitzbogenfenstern die zuvor die üblichen Triforien enthielten. (https://it.wikipedia.org/wiki/Palazzo_Lamba_Doria)
f. Palazzo Andrea Doria (Nr. 17) Das Eckhaus aus dem 15. Jahrhundert mit verziertem Portal und Inschrift, Innenloggia mit poliforen Fenstern und Dachterrasse. Das Haus wurde 1528 dem Admiral Andrae Doria zum Dank vom Senat der Stadt geschenkt.