In der Altstadt von Athen
Athen
Im Osmanischen Reich
Neben dem Interesse an der klassisch-griechischen Kultur (Akropololis, Agora und Co.) übersieht der Besucher Athens gerne auch die römischen, byzantinischen und vor allem osmanischen Monumente der Stadt, die auch aus national-griechischem Interesse nicht wahrgenommen werden.
Dennoch war Athen fast 400 Jahre Teil des osmanischen Reiches. 1456 eroberte Sultan Mehmed II, die Stadt die unter den Türken 'Setines' hieß. Die Venezianer zerstörten beim Großen Türkenkrieg 1687 zwar große Teile der Akropolis, konnten die Stadt aber nicht langfristig erobern. Erst 1833 wurden die Türken endgültig aus Athen verbannt.
Im Osmanischen Reich war Athen freilich nur eine Kleinstadt. Evliya Çelebi (ein osmanischer Reisender des 17 Jh.) schrieb, dass es vier Moscheen, eine Madrasa, drei Schulen, zwei Gasthäuser und drei Bäder in der Stadt gab. (Quelle Athen Wikipedia türkisch). In der Altstadt Athens (Plaka) finden wir heute sichtbar die alte Fethije-Moschee die zunächst aus einer byzantinischen Kirche in eine Moschee umgewandelt wurde und 1668-1670 neu erbaut wurde (das Minarett wurde nach 1833 abgerissen). Bekannter ist die Tzistarakis-Moschee auf dem Monastiraki-Platz, die 1759 vom 1759 vom osmanischen Gouverneur Athens, Moustapha Agha Tzistarakis, erbaut wurde. Auch im Parthenon-Tempel auf der Akropolis ist auf alten Ansichten eine Moschee erkennbar. Auch der hellenistische Turm der Winde (Ursprünglich ein Uhrenturm der Antike) hat eine islamische Geschichte. Das Gebäude war zeitweise als Heiligtum der Derwische genutzt worden, wovon ein Muqarna-Nische im Inneren zeugt.
Infos:
- de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Sehensw%C3%BCrdigkeiten_in_Athen
- Athen türkische Wikipedia: tr.wikipedia.org/wiki/Atina
- Athen deutsche Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Athen
- Fetthije-Moschee: de.wikipedia.org/wiki/Fethije-Moschee
- Tzistarakis-Moschee: de.wikipedia.org/wiki/Tzistarakis-Moschee