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Sevilla - Isbiliya

Andalusien

Die römische Hauptstadt der Provinz Baetica 'Hispalis' war noch unter den Westgoten eine bedeutende Stadt (zwei Konzile fanden hier statt). 712 eroberten die Araber unter Führung von Musa ibn Nusair die Stadt und machten die Stadt zur Hauptstadt einer Provinz unter dem Namen 'Isbiliya' woraus später der Namen Sevilla wurde. Nach dem Sturz des Kalifats der Omayyaden in Cordoba wurde Sevilla ein eigenes Taifareich unter dem Einfluss mehrerer Dynastien. Nach den Abbadiden und den Almoraviden waren es vor allem die Almohaden, die das mittelalterliche Sevilla prägten mit dem Bau des Palastes (Reste im Alcazar), der Stadtmauer, der großen Moschee (besonders dem heute noch erhaltenen Minarett der Giralda) und dem Goldenen Turm als Teil der Hafenbefestigung. Ein schönes erhaltenes Beispiel ist die erhaltene Moschee im Kern der heutigen Kirche von Santa Catalina. 
Im Jahre 1248 wurde Sevilla nach langer Belagerung vom kastilischen König Ferdinand III. eingenommen. In der Folge verließen an die 300.000 Mauren die Stadt und zogen sich nach Granada oder Nordafrika zurück. Sevilla erblühte erst wieder durch die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Granada und dem Import von maurischen Handwerkern, etwa beim Bau des Palastes von König Peter III. im Alcazar oder den zahlreichen Beispielen christlich-arabischer Kunst im Mudéjar-Stil wie etwa das Patriziergebäude Casa de Pilato.
Nach den dunklen Jahren der Judenpogrome und der Inquisition, Zwangsbekehrungen und dem versteckten Leben von jüdischen oder muslimischen Bewohnern kam der neue Aufschwung erst mit der Entdeckung Amerikas, die für die Stadt einen enormen neuen Reichtum brachte. Der Hafen von Sevilla besaß damals ein Monopol für den Handel mit der neuen Welt.

de.wikipedia.org/wiki/Sevilla