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Grundrisse und Pläne von San Pietro (Wikipedia, Bildrechte siehe Einzelansicht)
Rom St. Peter
Höhepunkt der Renaissance in Italien
Der Neubau des Petersdoms in Rom erstreckt sich über einen Zeitraum von 1506 bis 1626 und kann als eines der Hauptwerke der italienischen Renaissance betrachtet werden. An ihm arbeiteten die bedeutendsten Künstler und Baumeister der Zeit und trugen in einem langen, zum Teil auch stockenden Prozess zu seinem heutigen Aussehen bei. Mit ihm verschwand die in weiten Teilen baufällige Basilika aus konstantinischer Zeit und der Neubau entsprach dem Macht- und Repräsentationsanspruch der Renaissance-Päpste von Julis II. bis Urban VIII.
Ein zentraler Gedanke war die Aufwertung des Petersgrabs unter dem Chorraum der alten Basilika. Ein Zentralbau mit einer Kuppel über dem Grab war der bestimmende Gedanke, den der bisher in Mailand tätige Architekt Bramante in seinem ersten Entwurf aufbrachte. Bestimmend war hier ein Grundriss mit vier gleichen Längen in Form eines griechischen Kreuzes. Bestärkt wurde Bramante hier durch Entwürfe von Leonardo da Vinci. Unklar war dabei allerdings, was mit dem Langhaus von Alt-St.Peter geschehen sollte, was lange offen blieb.
Nach Bramantes Tod sollte der Künstler Rafello die Entwürfe weiter führen, was nach dessen frühem Tod auf Antonio da Sangallo überging, der versuchte den Bau fortzuführen, aber ins Stocken geriet. Erst die Berufung von Michelangelo Buonarotti brachte den Durchbruch beim Kuppelbau. Sein genialer Entwurf führt die Idee Bramantes fort in Form eines Zentralbaus mit vier Absiden. Nach dem Tod Michelangelos 1564 führten weitere Baumeister seinen Entwurf fort bis er 1605 vollendet an das alte Langhaus anstieß.
Carlo Maderno vollendete dann die heutige Basilika in dem er den Arm des Zentralbaus im Langhaus fort setzte und mit der schon barocken Fassade abschloss. Die noch geplanten beiden Doppeltürme der Fassade wurden unter Gian Lorenzo Bernini noch begonnen, mussten aber auf Grund von statischen Problemen wieder bis auf die Höhe der Fassade abgetragen werden. Die Kirche erreichte so seine endgültige Außengestalt und Bernini beschränkte sich auf die barocke Gestaltung des Baldachins über dem Petrusgrab und den genialen Entwurf des Vorplatzes von St. Peter in der ovalen Säulenhalle und eine Elipse mit zwei Fokuspunkten.
Nach 120 Baujahren entstand so ein Gesamtkunstwerk das das Schaffen zahlreicher bekannter Künstler über drei Epochen (Spätmittelalter, Renaissance und Barock beinhaltet).
Die wichtigsten Baumeister
Donato Bramante ab 1506
Leonardo da Vinci mit Entwürfen beteiligt
Raffael Santi ab 1514
Antonio da Sangallo ab 1520
Michelangelo Buonarroti ab 1547-1564
Carlo Maderno ab 1603
Gian Lorenzo Bernini ab 1629
Bauphasen
ab 1503 Abbruch der Westseite von Alt St. Peter
1506 Grundsteinlegung der Kuppelpfeiler
1591 Vollendung der Kuppel und des Zentralbaus.
1526 Fertigstellung der Kirche mit der Fassade
1641 Abtragung der begonnen Doppeltürme auf Höhe der Fassade.
1656-1667 Bau des ovalen Vorplatzes von St. Peter
Quellen und Weblinks
de.wikipedia.org/wiki/Petersdom
de.wikipedia.org/wiki/Petersplatz