Ansicht Freudenstadt Marktplatz
Entwürfe für Freudenstadt von Schickhardt (Wikipedia, Bildrechte bei Einzelansicht)
Freudenstadt
Planstadt und Marktplatz
Herzog Friedrich I. von Württemberg beauftragte 1598 seinen Hofbaumeister Heinrich Schickardt mit dem Projekt einer völlig neuen Planstadt auf den Höhen des Nordschwarzwaldes als Stadt für die Arbeiter des Bergbaus im Christophstal und als Bastion zur Erweiterung des Territoriums nach Baden und Richtung Straßburg. Schickhardt setze das Programm nur zögerlich und mit mehreren Planänderungen auf dem für ihn ungeeigneten Platz um. Grundlage der Planung mag eine Zeichnung Da Vincis gewesen sein, die eine Idealstadt rund um einen quadratischen Platz vorwies. Schickhardt plante um den zentralen quadratischen Platz mit dem um 45 Grad versetzten herzöglichen Schloss eine Stadt mit drei Zeilen. Das Schloss wurde freilich nie gebaut, die schnell wachsende Stadt jedoch auf fünf Zeilen erweitert. An der Ecke des Platzes befindet sich die übers Eck gesetzte Doppelkirche mit gemeinsamen Innenraum, gegenüber das Rathaus. Eine Arkadengang säumt dazu den ganzen Platz mit zum Teil schön profilierten Renaissancesäulen. Teilweise wurde versucht die Stadt auch durch Festungsanlagen auszubauen, von denen nur Reste erhalten sind. Der Platz wirkt insegesamt jedoch zu groß und zieht sich uneben über die Höhe über dem Christophstal. Einen besonderen Eindruck von der Planung der Stadt erhält man erst auf einem Plan oder aus der Luft. Pest und die Wirren des Dreißigjährigen Krieges bremsten die Entwicklung der Stadt spürbar aus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Freudenstadt