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Weinsberg

Burgruine Weibertreu

Als Burg der Salier, Welfen und Staufer blicken die Ruinen auf einem Kegelberg bei Weinsberg auf eine 1000-jährige Geschichte zurück. Die beherrschende Lage über dem fruchtbaren Land vor den Löwensteiner Bergen, die Nähe zur Reichsstast Heilbronn und die günstige Nähe zum Neckar-, Kocher- und Jagsttal machten den Kegelberg zu einem bevorzugten Platz der Mächtigen.
Am 21. Dezember 1140 kam es zum entscheidenden Kampf um die Burg: König Konrad III. von Hohenstaufen belagert die starke Burg und Herzog Welf VI. muss sich geschlagen geben. Die Legende erzählt, dass der Sieger den Frauen und Kindern in der Burg freies Geleit gaben und ihnen erlaubten, alles mitzunehmen, was sie tragen konnten. Diese entschieden sich dafür, ihre Männer aus der Burg zu tragen, die fortan bis heute "Weibertreu" genannt wird. Beim Kampf um die Burg soll auch der Kampfruf 'Hie Welf, hie Wiebling!' (Waibling) entstanden sein, was den Kriegsparteien in Zukunft den Namen gab: Ghibellinen gegen Guelfen.
Die künftigen Herren der Weibertreu wurden treue Gefolgsleute der Staufer, die einflussreichen Herren von Weinsberg, deren Besitztümer und Machtbereich sich über weite Entfernungen ins Land hinein erstreckte etwa in der Gründung des Klosters Lichtenstern.
Im Bauernkrieg 1525 fiel die Burg dann den wütenden Bauern zum Opfer, die unter der Herrschaft der Adligen auf dem Berg zu leiden hatten. Die Ruine verfiel und zeigt heute nur noch wenige Reste: einen Turm am Zugang zur Murg, die Umfassungsmauern mit Wehrgang, Reste des massiven Bergfrieds, Reste des Torkapelle und den massiven Pulverturm aus späterer Zeit, der bis heute gut erhalten ist.

Quelle: Schautafeln und Stauferstein auf der Weibertreu.