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Sonstige Kaiserpfalzen
Doppelkapellen
in Pfalzen und Burgen
Kaiser- & Königspfalzen
Der Typus der Königs- oder Kaiserpfalz (von lat. palatium) orientiert sich am Hof Karls des Großen in Aachen, der wiederum selbst auf römische Vorbilder eines Palastes wie z.B. dem Palatin in Rom oder dem Diokletianspalast in Split zurückgeht. Die Reste des Palastes von Konstantin in Trier mit der Aula Regia mögen dabei direkten Einfluss auf den Bau der Anlage gehant haben die in der Regel aus einem Palas (das eigentliche Palastgebäude), einer Aula Regia (oder Rittersaal), der königlichen Palastkapelle und einer Burganlage mit einem oder mehreren hohen Türmen (Bergfried) bestanden.
Das mittelalterliche Königtum war ein Reisekönigtum und die Könige und Kaiser übten ihre Macht zunächst nicht von einer königlichen Hauptstadt aus. Die Herzog- und Königshäuser des Heiligen Römischen Reiches sicherten ihre Macht daher durch mehrere der Herrscher eigene Burgen und seiner Minsterialen. Kaiserpfalzen im strengen Sinn weisen neben einer typischen baulichen Struktur eine Vielzahl von dokumentierten Besuchen des Königs oder Kaisers und seinen Hofstaat auf.
Die hier vorgestellten Anlagen sind eine Auswahl aus einer viel größeren Zahl von Pfalzen der Könige und Kaiser, aber auch mächtiger Herzogs- und Bischofshäuser, die den Kaisern ebenfalls als Ort ihrer Hofhaltung dienen konnten.
Infos:
- Artikel Königsfalz Wikipedia
- Pfalzen deutscher Kaiser von Aachen bis Zürich, von Rainer Zuch, Imhof-Kulturgeschichte, Petersberg 2007