Nemausus
(Nîmes)
Die Gallo-römische Stadt Nemausus (heute Nîmes) geht auf eine keltische Gründung im Einflussbereich der griechischen Kolonie Massilia (Marseille) zurück. Der Name leitet sich ab von der keltischen Quellgottheit Nemausus ab und bezieht sich auf den Quelltopf der Fontaine. Das bis heute in ihren Grundzügen erhaltene Quellheiligtum mit dem benachbarten Diana-Heiligtum waren wohl der Ursprungsort der keltischen Stamms der Volcae Arecomici.
121 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern erobert und zur Hauptsadt der Provinz Gallia Narbonensis und zur Colonia Augusta Nemausus erhoben. Damit war Nîmes eine der wichigsten Städte in der Provinz und hatte damals wohl 25.000 Einwohner.
Aus der Zeit der Colonia sind noch prächige Gebäude erhalen, die die Bedeutung der Stadt bis heute demonstrieren: der Augustustempel auf dem Forum (Maison carrée genant), der Dianatempel und die Quellanlage, Das Amphitheater, Teile der Stadtmauer, zwei Stadttore (die giut erhaltene Augustuspforte und die Porte de France, von dre nur ein Torbogen erhalen ist), die Tour Magne (ein großer Wachturm am höchsten Punkt der Stadt und der Aquädukt, der über den Pot du Gard das Wasser aus gut 50km Entfernung in die Thermen der Stadt brachte.