Köngen (Grinario)
Kohortenkastell
Das Kohortenkastell Köngen liegt im Neckartal südlich von Esslingen auf einem Hochplateau oberhalb des Neckars und gehört zum Odenwald-Neckar-Limes, der südlich von Köngen an der Schwäbischen Alb ausläuft. Erbaut wurde es zunächst aus Holz, wurde um 120 n. Chr. in Stein erbaut aber 159 n. Chr. schon aufgelassen, da die unbekannte cohors quingenaria equitata (teilberittene Kohorte) vorverlagert wurde in das Kastell Lorch im Remstal am obergermanischen Limes.
Das schön ergrabene Kastell besitzt eine weithin sichtbare Rekonstruktion des süd-östlichen Eckturms (von 1911), die neuren archäologischen Erkenntnissen nicht mehr in dieser Form entspricht. Kopien von gefundenen römischen Votivsteinen im Kastellgelände und ein kleines Museum veranschaulichen das römische Leben in einem Kastell der römischen Kaiserzeit. Der Ort Grinario ist bereits auf der Tabula Peutingeriana verzeichnet und war ein größerer zum Kastell gehöriger Vicus der beim Einfall der Alamannen (zwischen 230-260) zerstört wurde.
Größe: 160 × 151m = 2,4 ha
Einheit: unbekannte teilberittene Kohorte
Besatzung: teilberittene Kohorte (500 Mann)
Leitung: