Annexkastell Osterburken
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Osterburken
Kohorten- und Annexkastell
Das Kohortenkastell Osterburken entstand um 155 n. Chr. im Tal der Kirnau in Sichtweite des obergermanischen Limes zwischen Tauber und Jagst. Es sicherte das Kirnautal ab und überwachte einen möglichen Bootsverkehr zum Neckar. Dies erklärt die Tallage des Kohortenkastell, die sich strategisch aber als schwierig erwies, da sich der nordöstliche Hang steil über 25 Meter erhebt und das Kastell auf seiner Flanke sehr gefährdete.
Unter Kaiser Commodus (180-192) wurde das Kastell daher von der Legion VIII Augusta aus Straßburg erweitert (vgl. Bauinschriften) mit einem erweiterten Kastell (Annexkastel). Das schwierige Terrain war für ein Lager ungünstig durch die steile Hanglage, für die Gesamtanlage jedoch sicherer. Die stark befestigten Mauern sind so auch bis heute in ihren Fundamenten und den durch die Erdschichten des Mauerschutts gut geschützten Lagen sehr gut erhalten.
Brandspuren im Bereich des oberen zugeschütteten Grabens lassen auf Kamphandlungen aus der Zeit des Limesfalls 259/260 schließen. Im Bereich des Kastells wurden weitere wertvolle archäologische Entdeckungen gemacht: einem Kastellbad, einem Mithras-Heiligtum am Fluss, Römerstraßen und Reste des dazugehörigen Vicus im Tal. Damit gehört Osterburken zu den bedeutendsten römischen Zeugen des Limes.
Kohortenkastell:
Größe: 186 × 115 m = 2,14 ha
Einheit: Cohors III Aquitanorum equitata civium Romanorum
Besatzung: Kohorte (500 Mann)
Leitung:
Annexkastell:
Größe: 1,35 ha
Einheit: Numerus Brittonum Elantiensium?
Besatzung: Numerus (500 Mann) Auxiliartruppe
Leitung:
Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kastell_Osterburken