Sur le pont d'Avignon ...
Historische Ansichten der Brücke (Wikipedia, Bildrechte siehe in der Einzelansicht)
Avignon
Pont Saint-Bénézet
Die berühmte Brücke von Avignon, die viele nur aus dem Lied über sie kennen, wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut und ist seit 1660 nur noch eine Ruine. Von den 22 Bögen die die beiden Flussarme überspannten sind heute nur noch die ersten vier erhalten. Ihren Namen bezieht sie von der Brückenkapelle auf dem dritten Pfeiler, die dem heiligen Nikolaus in der Oberkapelle und dem heiligen Bénézet (Benedikt) in der Unterkapelle geweiht ist. Dieser soll der Legende nach den himmlischen Auftrag erhalten haben, den ersten Stein für die Brücke zu legen, die keiner für möglich hielt. In der Tat war der Bau ein gewagtes Unternehmen. Sowohl die strategische Lage am Übergang vom Königreich Frankreich zum heiligen römischen Reich und der Grafschaft der Provence wie die starken Hochwasser der Rhône gefährdeten das Unternehmen immer wieder. Mehrmals wurde die Brücke beschädiStadtplan aus dem Atlas van Loon (1663)gt und wieder aufgebaut bis ein starkes Hochwasser im Jahr 1660 sie endgültig zerstörte. Die gut 915 m lange Brücke war die längste Brücke Europas, war aber nur etwa 4,80 m breit und für den Fuhrverkehr wohl ungeeignet. Ihre fragile Architektur mit flachen Bögen mit einer Spannweite von 33 m machten sie sehr anfällig für Einbrüche und Zerstörungen. Sie begann direkt unterhalb des Papstpalastes mit einem Torturm an dem Felsen an der Rhône, überspannte den ersten Arm des Flusses, dann die Insel Barthelasse und endete jenseits des zweiten Armes am Tour Philippe-le-Bel auf der französischen Seite.