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Der große jüdische Friedhof von Worms, Heiliger Sand genannt, zeugt der besonderen Bedeutung der Stadt Worms für die Geschichte des Judentums in Deutschland und Europa. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick auf den Friedhof der großen aschkenasischen Gemeinde, die seit der Antike bis zum Holocaust nahezu ununterbrochen Bestand hatte. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Seit dem 12. Jahrhundert gehörte die Wormser Gemeinde zum Verbund der SchUM, ein Begriff gebildet aus den Anfangsbuchstaben der drei großen jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz (hebräisch שו״ם - sch, u=w, m). - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Schon im 12. Jahrhundert entstand in Worms die Bewegung der Chassidej Aschkenas („die Frommen von Aschkenas“), deren Religionsausübung durch strenge Vorstellungen von Reinheit, Unreinheit und Bußpraktiken geprägt war. (Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Worms). - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Die Wormser Gemeinde war eine der größten jüdischen Gemeinden im Deutschen Reich und auch eine der wohlhabensten, die Kaiser und Könige finanzierte. Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Worms nimmt bis heute in der Erinnerungskultur des aschkenasischen Judentums eine herausragende Stellung ein. Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Aus Worms stammten eine große Zahl von jüdischen Gelehrten, Dichtern oder Rabbiner, so z.B. Eleasar ben Juda ben Kalonymos (1165-1238) oder Meir ben Isaak aus dem 11. Jahrhundert, von denen viele auf dem jüdischen Friedhof in Worms begraben sind. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Der große jüdische Friedhof außerhalb der Stadtmauer in Worms. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
Worms - Judengasse
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Das jüdische Viertel von Worms ordnet sich ähnlich wie in anderen Städten (z.B. Rothenburg) an der Inneren Stadtmauer der wichtigen Reichsstadt an,- Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Die Häuser der Judengasse in Worms wurden in zahlreichen Verfolgungen und in Folge der großen Kriege mehrfach zerstört. Was heute noch steht ist meist neueren Datums. Nur die Kellergewölbe erzählen noch von der alten jüdischen Siedlungsgeschichte. Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Die Neubebauung der Häuser in der traditionellen Judengasse richtete sich nach den überkommenen Grundstückgrenzen. So sind die historischen Baufluchten weitgehend erhalten. Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Reste mittelalterlicher Bauformen an Fenstern und Portalen. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Der Synagogenhof ist Mittelpunkt des jüdischen Viertels. Hier versammelte sich die Gemeinde, dahinter die Frauensynagoge, daran angebaut die Männersynagoge mit der Raschi-Jeschiwa, einer Talmud-Schule. Im Synagogengarten dahinter befindet sich das Ritualbad (Mikwe) und die Grundmauern des Tanzhauses, darauf das heutige Raschi-Haus und auf der Seite des Synagogenhofs das jüdische Gemeindehaus (Haus zur Sonne).
Worms - Männer- und Frauensynagoge
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Ansicht der Synagoge vom Synagogenplatz im Zentrum des jüdischen Viertels von Worms. Von hier aus schaut man auf die Fassade der Frauensynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Im Novemberprogrom 1938 wurde die Synagoge durch die Nazis komplett zerstört. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie mit Resten der Synagoge nach altren Ansichten neu erbaut und rekonstruiert. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Rekonstruierte Inschrift der Frauensynagoge, - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick an der Frauensynagoge entlang zum Eingangsportal der älteren Männersynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick an der Mauer der Frauensynagoge entlang zur Männersynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Romanisches Portal der 1174/75 erbauten Synagoge. Erbaut wurde sie durch die Handwerker der Dombauhütte, Wie auch an anderen Orten bedienten sich jüdische Gemeinde der Bauform der Umwelt. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Deutlich zu erkennen sind im rekonstruierten romanischen Portal die eingefügten Originalsteine des mittelalterlichen Baus. Der Rest wird einfach ergänzt. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Detail des romanisches Portals, Originalbausteine im Stil der Zeit. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Original der Stiftertafel der ersten Synagoge von 1034.- Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Detail der Stiftertafel aus dem 11. Jahrhundert. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Detail der Stiftertafel. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Die 1034 gestiftete Synagoge von Worms gehört zu den ältesten erhaltenen jüdischen Gebetshäusern. Hier die 1174/75 errichtete Männersynagoge.- Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Rückseite der Männersynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Apsis der Thoranische an der Stirnseite. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Wand der Frauensynagoge, 1212/13 errichtet die erste bekannte Frauensynagoge neben der Männersynagoge, getrennt durch eine Wand, die im liberalen Judentum im 19. Jh, entfernt wird. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Männersynagoge vom Garten aus gesehen. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Inneres der rekonstruierten Wormser Synagoge. Ähnlich wie andere Synagogen dieser Zeit besteht sie aus einm zweischiffigen Raum mit zwei Mittelsäulen und einem Kreuzgratgewölbe. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick indie Männersynagoge zur Stirnseite mit Thoraschrein und zwei Spitzbogenfenster. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick in das Gewölbe der Männersynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Zwei Spitzbogen trennen die Männer- von der Frauensynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Thoraschrein der Männersynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Familienplakette am Gestühl der Männersynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Gestühl der Nachkriegszeit in der rekonstruierten Synagoge von Worms. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Kapitell einer der beiden Stützsäulen in der Mitte des Betsaals. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick in den Betsaal der Männer zur Rückseite mit der Bima in der Mitte, dem Lesepult des Synagogen-Gottesdienstes. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Thoraschrein an der Stirnseite der Männersynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick in das Schiff der Frauensynagoge, die rechtwinklig zur Männersynagoge ausgerichtet ist. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Gedenktafel an die Opfer des Holocaustes in der Frauensynagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Inschriftsteine aus dem Mittelalter. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick aus der Frauensynagoge in die Männersynagoge.- Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick in den Betsaal der Männersynagoge mit den zwei Mittelsäulen, einem Kreuzgratgewölbe und die schlanken spitzen Fenster. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Ursprünglicher Synagogengestühl mit Weinstock-Motiv.- Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
Worms - Ritualbad (Mikwe)
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Eingang zum Ritualbad (Mikwe) gleich neben der Synagoge. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Die Treppe führt steil hinab bis auf das Niveau des Grundwassers. Vorschrift für die rituelle Waschung ist der Gebrauch frischen nicht stehenden Wassers. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Tauchbecken des Ritualbades in Worms. Hier reinigten sich die Mitglieder der jüdischen Gemeinde nach ritueller Verunrreinigung, etwa bei Berührung eines Verstorbenen oder nach der Menstruation. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Blick durch das Bad nach oben zum Niveau der Straße. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Vorraum und Eingang zum Umlḱleideraum. Die Mikwe wurde im Jahr 1185/86 als private Stiftung fertig gestellt. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0
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Das jüdische Bad in Worms wurde zeitgleich mit Gebäuden der rheinischen Romanik erbaut und trägt deutliche Spuren der Verwandtschaft, so dass angenommen werden kann dass Bauhütten aus der Umgebung daran beteilig waren. - Foto: eigenes Werk von Achim Fürniss CC BY-SA 4.0