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Maulbronn

Klosterkirche

Zisterzienser-Klosterkirche St. Maria

Die Klosterkirche des 1147 im Tal gegründeten Zisterzienserklosters Maulbronn wurde 1147-1178 als romanische Basilika erbaut. Die Kirche mach äußerlich einen typisch zisterziensischen Eindruck. Der hohe spitze Dachreiter und das turmlose Kirchenschiff erinnern an die verloren gegangenen Klosterkirchen der Vorbilder in Cîteaux oder Clairvaux selbst. Doch schon äußerlich ist der lokale Eindruck der schwäbischen Romanik nicht verkennbar. Lisenen und Bogenführungen erinnern an andere romanische Kirchen im Land. Im Inneren jedoch ist der nahe Einfluss des in der Nähe liegenden Klosters Hirsau nicht zu verkennen. Die flachgedeckte Pfeilerbasilika hat zwar keine Rundsäulen mit Würfelkapitelle mehr, jedoch die markante Kassettenfassung der Langhausarkaden erinnern an Kirchen des Hirsauer Stils wie das Portal und selbst auch die schon frühgotische Vorhalle (Paradies, vgl. Alpirsbach oder Klossterreichenbach).

Infos:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Maulbronn

Anmerkungen:

Die sorgfältige Studie von Ulrich Knapp erkennt weitere Ableitungen, etwa von verformten Würfelkapitellen im Langhaus-Mittelschiff und anderes. Auch er erkennt einen Planwechsel ähnlich wie in Heilsbronn von traditionellem lokalem Baustil hin zu der deutlich zisterziensischen Bauweise. “Der Planwechsel von einer vollständigig überwölbten zu einer flachgedeckten, jedoch wesentlich höheren Kirche kann als eine Annäherung an die Architektur süddeutscher Klöster interpretiert werden” Die Wölbung großer romanischer Kirchen sei den Bischofskirchen vorbehalten gewesen. Interessant ist die Verbindung der Bauform mit den Stifterfamilien. Sowohl Alpirsbach wie Heilsbronn waren Grablegen der Zollern, die jedoch zu Maulbronn keinen Bezug hatten. Das Aussehen der Klosterkirche wird denen von Alipirsbach oder Heilsbronn jedoch ähnlich gesehen haben. (Literatur: Ulrich Knapp, Das Kloster Maulbronn - Geschichte und Baugeschichte, Stuttgart 1997, S. 54f und S. 58f.)