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Paulinzella

Klosterkirche

Benediktinerkloster Paulinzella

Das zwischen 1102 und 1105 gegründete Kloster Marienzelle geht auf eine Stiftung der Namenspatronin Paulina von Thüringen zurück, die sich nach dem Tod ihres Mannes mit mehreren Gefährten beiderlei Geschlechts im Thüringer Wald als Einsiedlerin niederließ. Das von ihr gegründete Doppelkloster von Männern und Frauen wurde 1106 von Mönchen aus Hirsau besiedelt. 1107 verstarb Paulina auf einer Reise nach Hirsau und wurde in ihrem Kloster begraben, das fortan ihren Namen trug: Paulinzella.
Die stattliche romanische Klosterkirche ist ein der schönsten Klosterruinen Deutschlands und ganz nach dem Hirsauer Schema erbaut: Sechs monolithische Säulen mit wuchtigen Würfelkapitelle tragen die Arkaden des Obergadens mit einer schachbrettartigen Kassettenrahmung (schauen Sie noch einmal die Bilder von Maulbronn an!). Die kreuzförmige Basilika ist im Querhaus nur noch halb und im Chor leider gar nicht mehr erhalten. Bezeichnend für die Kirchen in Anlehnung an Hirsau und Cluny ist die Vorkirche (Galiläa) mit monumentalen Portalen. Zwei Westtürme schmückten die Westfassade wie in Hirsau oder Cluny II. Von diesen ist nur noch der rechte als Rumpfturm erhalten.  Wer eine Vorstellung davon erhalten will, wie Hirsau einmal ausgesehen hat, muss nach Paulinzella fahren.

Infos

Anmerkungen:

Georg Dehio zählte den Bau „zu den stilkräftigsten Schöpfungen der hochromanischen Epoche in Deutschland“ wobei die Hirsauer Baugewohnheiten in „großer Vollständigkeit und Regelmäßigkeit“ ausgeführt worden seien. (Zitiert nach Wikipedia aaO.)