Kaiserpfalz und Reichsstadt am Neckar
Bad Wimpfen
Pfalz und Reichsstadt
Schon in römischer Zeit gründeten die Römer ein Kastell mit Vicus im Tal (Wimpfen im Tal) an strategisch günstiger Lage, dort wo Kocher und Jagst in den Neckar münden und sich damals zwei Fernstraßen kreuzten. Eine Brücke führte dort über den Neckar und die Alamannen ließen sich im verwaisten Kastell nieder. Der Flecken erlangte schnell seine Bedeutung durch ein ottonisches Marktrecht und der Stiftskirche St. Peter im Tal.
Parallel dazu errichteten die Staufer auf der Höhe über der alten Siedlung eine große und wehrhafte Kaiserpfalz (zwischen 1160-1170). Der 58 Meter hohe Bergfried bestimmt das Stadtbild bis heute. Mehrere Kaiser benutzten die Pfalz in staufischer Zeit regelmäßig. Neben der Pfalz entwickelte sich schnell eine eigene Stadt, die 1300 zur Reichsstadt erhoben wurde mit einer stattlichen Stadtkirche, eigenem Spital und einem Dominikanerkloster.