Das ottonische Westwerk von St. Peter in Wimpfen im Tal
Wimpfen im Tal
Klosterkirche St. Peter
Die Anfänge des Klosters von Wimpfen im Tal (Bad Wimpfen) reichen schon bis ins 7. Jahrhundert zurück. Das im Bereich eines römischen Kastells am Neckar gelegene Kirchengebäude wird im Jahr 965 als Besitz des Bistums Worms dokumentiert. Das ottonische Westwerk mit Rotunde des Kirchengebäudes verweist deutlich auf die frühe Geschichte des Klosters. Die Kirche ähnelt der Pfalzkapelle von Aachen mit dem doppeltürmigen Westwerk und dem Zentralbau der innen sechs- und außen zwölfeckig geformt war. Die Form des Kirchengebäudes läss sich allerdings nur noch aus den Grabungen erheben und lässt sich im basilikalen Langhaus der heutigen gotischen Kirche nicht mehr erkennen. Noch vor dem Jahr 1000 wird das Kloster in ein Ritterstift umgewandelt. Als Chorherrenstift diente es vor allem der Unterbringung adliger Herren, die dort ein standesgemäßes aber nicht immer sehr geistliches Leben führen konnten. Ab 1278 wurde die Rundkirche dann im hochgotischen Stil erneuert durch französische Baumeister.