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Funde aus dem römischen Augsburg

Augusta Vindelicum (Augsburg)

Die römischen Ursprünge von Augsburg reichen bis in das Jahr 15 v. Chr. zurück als Kaiser Augustus einen Eroberungsfeldzug bis nach Rätien durchführte und an der Stelle der heutigen Stadt ein Militärlager errichtete. Später erhielt die daraus entstehende Stadt den Namen Augusta Videlicum, wobei sich der Beinamen auf den Stamm der Vindeliker (vindelices) bezieht, eben jenen Bewohnern zwischen den beiden Flüssen Wertach (lat. virda) und Lech (lat. licus) die in Augsburg zusammenfließen (die spätere Form vindelicorum erscheint erst ab der Renaissance und findet sich auf der Siegessäule in La Turbie bei Monaco (Tropeeum Alpium - hier "gentes Vindelicorum quattuor").
Seine Bedeutung erlangte die Stadt auch wegen seiner besonderen Lage an wichtigen Handelsstraßen wie der Via Claudia Augusta von Rom über Verona und den Brenner bis zur Donau und von dort aus über den Limes hinein ins germanische Gebiet. Quer dazu verlief die Straße von Mainz über Cannstatt und Günzburg nach Augsburg und von dort auf der Via Julia nach Salzburg. Das Municipium wurde unter Kaiser Trajan (98-117) zum Statthaltersitz der Provinz Raetia erhoben (Nun municipium Aelium Augustum oder Aelia Augusta).
Die Stadt selbst war auch nach dem Untergang des römischen Reiches anders als andere Gründungen ungebrochen weiter besiedlelt. Durch ständige Überbauungen sind deshalb kaum römische Gebäudereste erhalten, außer Teilen der Stadtmauer. Die Lage des Forums und der Thermen sind durch Ausgrabungen bekannt, ebenso das Muster der schachbrettartigen Anlage der Straßen. 
Den besten Eindruck vom antiken Augsburg erhält man im Römischen Museum, wo beeindruckende Funde aus der Stadt ausgestellt werden oder auch bei der Römermauer am Dom, die öffentlich zugänglich ist.