Wichtige erhaltene Gebäude des Mittelalters
- Kirche St. Afra und Ulrich mit Krypta der Heiligen (Spätgotisch)
- Dom Mariä Heimsuchung (Romanik bis Hochgotik)
- St. Peter am Perlach mit Perlachturm (Romanik)
- Stadtkirchen St. Moritz, St. Jakob, Heilig Kreuz und St. Georg (romanisch bis gotisch und Barock)
- Ordenskirchen der Dominikaner (Prediger), Franziskaner (Barfüßer) und Karmeliter (St. Anna-Kloster)
- Reste der Stadtbefestigung mit Rotem Tor, Wertachbrucker Tor und Fünfgratturm.
Augsburg
Reichsstadt
Die Stadt Augsburg gehört zu den ältesten und wichtigsten Städten der deutschen Geschichte. Sie wurde schon im Jahr 15 v. Chr. als römisches Heerlager gegründet und hieß damals Augusta Vindelicum. Auch nach dem Ende des römischen Imperiums blieb die Stadt ununterbrochen besiedelt und gehört zu den wichtigsten Zentren des frühmittelalterlichen christlichen Lebens. Mit seinen Märtyrern Afra und Ulrich aus spätantiker Zeit ist die frühe Christianisierung gut bezeugt. Als Bischofssitz erlangte die Stadt besondere Bedeutung in Schwaben. Bei der Schlacht auf dem Lechfeld besiegte Bischof Ulrich von Augsburg 955 die vorrückenden Ungarn.
Als aufstrebende Handelsstadt mit selbstbewusstem Bürgertum erhielt sie 1156 durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa wieder das Stadtrecht und wurde von König Rudolf von Habsburg 1276 zur Reichsstadt erhoben. In der Folge dominierten die Patrizierfamilien die Stadt und blühten die Zünfte. 1379 trat die Stadt dem schwäbischen Städteverbund bei und war Tagungsort zahlreicher Reichstage von denen die Reichstage von 1530 und 1555 zur Zeit der Reformation die wichtigsten waren. Schon 1529 stellte sich die Reichsstadt auf die Seite der evangelischen Minderheit auf dem Reichstag von Speyer. Am Ende des Mittelalters lebten an die 30.000 Menschen in der Stadt und Augsburg war damit die viertgrößte Stadt im Deutschen Reich nach Köln, Prag und Nürnberg.
Von der mittelalterlichen Bausubstanz ist leider nur wenig erhalten, auch weil die Stadt 1944 im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde. Viele Kirchen und Bürgerhäuser wurden jedoch wieder aufgerichtet zeugen heute noch von der Pracht der mittelalterlichen Stadt und den folgenden Epochen. Besonders die prächtige Maximilianstraße zwischen Rathaus und St. Ulrich und Afra gehörte nach Ansicht vieler zu den schönsten Straßen des deutschen Mittelalters.